
Zeit.geschichteStaffel 2020
Im Rahmen der samstäglichen Programmleiste präsentiert ORF III hochkarätige Dokumentationen über folgenreiche Ereignisse der Zeitgeschichte – darunter zahlreiche Eigen- und Auftragsproduktionen mit österreichischen Inhalten, die das Geschichtsverständnis des Landes stärken. Eine zentrale Rolle in der „zeit.geschichte“ nimmt der renommierte österreichische Journalist Hugo Portisch ein, etwa mit den monumentalen, von ORF III neu überarbeiteten Dokumentarreihen „Österreich I“ und „Österreich II“, für die einst Hugo Portisch und Sepp Riff verantwortlich zeichneten.
Im Fokus stehen zeitgeschichtliche Jubiläen und Jahrestage, die Historie der Zweiten Republik, Personen der jüngeren österreichischen und europäischen Zeitgeschichte sowie die wechselvollen und dunklen Jahre von 1918 bis 1945, die in zahlreichen Dokumentationen vertieft werden.
Im Fokus stehen zeitgeschichtliche Jubiläen und Jahrestage, die Historie der Zweiten Republik, Personen der jüngeren österreichischen und europäischen Zeitgeschichte sowie die wechselvollen und dunklen Jahre von 1918 bis 1945, die in zahlreichen Dokumentationen vertieft werden.
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35 Folgen
- Jörg Haiders Erbe – Diskussionsrunde zum 70. Geburtstag Jörg HaidersF2
Jörg Haiders Erbe – Diskussionsrunde zum 70. Geburtstag Jörg HaidersWie kaum ein anderer österreichischer Politiker prägte Jörg Haider jahrzehntelang Österreichs Politik. Der langjährige Kärtner Landeshauptmann lieferte dabei auch regelmäßig Skandale und polarisierte das Land – von den einen innig geliebt, von den anderen heftig kritisiert stand er stets im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch was blieb von Jörg Haider und seiner politischen Tätigkeit? Was von seinem neuen politischen Stil, gilt Haider doch als der erste erfolgreiche Rechtspopulist Österreichs, wenn nicht gar Europas? Das diskutiert anlässlich Haiders 70. Geburtstag eine illustre Gesprächsrunde von Weggefährten und Politikbeobachtern bei ORF III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 11.01.2020 ORF III - Jörg Haider – Der letzte TagF3
Jörg Haider – Der letzte Tag10. Oktober 2008, Kärntner Landesfeiertag. Wie jedes Jahr legt Jörg Haider vormittags einen Kranz zu Ehren der Abwehrkämpfer nieder. Termin folgt auf Termin. Der Landeshauptmann ist nach der erfolgreichen Nationalratswahl in Hochstimmung. Nach dem letzten offiziellen Termin um 17 Uhr ist sein Tag noch lange nicht vorbei. Überraschend taucht er abends bei der Präsentation eines Society-Magazins in Velden auf. Um circa 22 Uhr verlässt er das Event, um – wie er sagt – zu seiner Familie ins Bärental zu fahren. Um 1 Uhr 17 stirbt Jörg Haider bei einem spektakulären Autounfall in Lambichl. Die Meldungen überschlagen sich: Haider war alkoholisiert und viel zu schnell unterwegs. Und Spekulationen tauchen auf: Wo war der Landeshauptmann in den letzten Stunden seines Lebens? Birgit Mosser-Schuöcker hat recherchiert und den Ablauf dieser dramatischen Stunden minutiös nachgezeichnet. Familienmitglieder wie die verstorbene Dorothea Haider und Schwester Ursula Haubner; Weggefährten wie Stefan Petzner und Gerhard Dörfler sowie Journalisten beleuchten jenen Tag, an dem Kärnten unter Schock stand. „ (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 11.01.2020 ORF III - Mythos Hahnenkamm – 80 Jahre StreifF4
Mythos Hahnenkamm – 80 Jahre StreifDas Hahnenkammrennen – das wohl bekannteste und spektakulärste Skirennen der Welt. Ein Ort, an dem Legenden geboren werden: von Franz Klammer über Karl Schranz bis hin zu Stephan Eberharter. Ein Mythos, der Jahr für Jahr ein ganzes Wochenende die Skination Österreich in seinen Bann schlägt. Und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor mit enormer Bedeutung für den Skitourismus, der die Region um Kitzbühel so nachhaltig verändert hat. Regisseur Robert Altenburger erzählt in packenden Bildern die Geschichte dieses unvergleichlichen Abenteuers nach, das wie kaum ein anderes für die Faszination Skisport steht. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 25.01.2020 ORF III - Das System Holocaust – Hitlers TötungsfabrikenF5
Das System Holocaust – Hitlers TötungsfabrikenInnerhalb weniger Jahre errichteten die Nationalsozialisten ein System unvergleichlicher Grausamkeit und Menschenverachtung: die Konzentrationslager. Quer über das Deutsche Reich verteilt sollten sie der nationalsozialistischen Macht- und Habgier und dem perversen Rassenwahn dienen. Doch wie funktionierten diese Lager des Massenmordes? Mittels neuer Forschungsergebnisse und archäologischer Analysen zeigt die Dokumentation, wie das System der Konzentrationslager so schnell und tödlich vorangetrieben werden konnte. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 01.02.2020 ORF III - Dresden in FlammenF6
Dresden in FlammenFebruar 1945: trotz der völlig aussichtslosen Lage weigern sich die fanatischen Nationalsozialisten, endlich aufzugeben und das Leiden zu beenden. Die Alliierten werden zunehmend ratlos. Sie hoffen, durch gewaltige Bombenangriffe die Deutschen zu demoralisieren und so die Kapitulation des Naziregimes herbeiführen zu können. Der wohl verheerendste Angriff trifft Dresden in Ostdeutschland, wo sich durch mehrere Bomberwellen ein Feuersturm ungeahnten Ausmaßes entwickelt und verheerende Spuren zieht. Doch das Bombardieren von Zivilisten führt auch in England zu erheblicher Kritik an Churchills Taktik. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 15.02.2020 ORF III - Die Luftschlacht um EnglandF7
Die Luftschlacht um EnglandSommer 1940: die Blitzkriege der Nazis werfen Gegner nach Gegner nieder. Auch Frankreich ist binnen kürzester Zeit besiegt. Hitlers Blick wendet sich nun gegen Norden, wo auch die Kapitulation des Britischen Empires nur mehr eine Frage der Zeit scheint. Görings Luftwaffe soll die britischen Inseln mit massiven Bomberangriffen invasionsreif schießen. Doch die britische RAF wehrt sich mit ihren wendigen Maschinen und mutigen Piloten – die Luftschlaft um England beginnt, ein gewaltiges Kräftemessen von Mensch und Technologie. Die Dokumentation folgt den Ereignissen im blutigen Kampf der britischen Verteidiger gegen die deutschen Angreifer. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 15.02.2020 ORF III - Die großen Weltkonflikte – VietnamF8
Die großen Weltkonflikte – VietnamIm zweiten Teil der Reihe „Die großen Weltkonflikte“ erklärt ORFIII-Zeitgeschichte-Moderator und ORF-Auslandschef Andreas Pfeifer die Hintergründe eines Konfliktes, der sich wie kaum ein zweiter in das kollektive Gedächtnis der USA eingebrannt hat: der Vietnamkrieg. Zu Beginn war dieser noch ein begrenzter Konflikt zwischen Vietnam und der Kolonialmacht Frankreich. Die radikal antikommunistische Ausrichtung der USA führt dann jedoch dazu, dass sich die USA ab Mitte der 1960er Jahre an der Seite ihres Verbündeten Südvietnams in einen unübersichtlichen Krieg gegen die vietnamesischen Kommunisten stürzen – der Krieg wird so zum Konflikt der herrschenden Ideologien des Kapitalismus und des Kommunismus. Hunderttausende junge amerikanische Männer kämpfen nun am anderen Ende der Welt im undurchdringbaren vietnamesischen Dschungel gegen die Vietnamesen und die schwierigen Bedingungen. Doch trotz massiver Flächenbombardements, Kriegsverbrechen und dem Einsatz von Chemiewaffen wie dem berüchtigten Entlaubungsmittel Agent Orange gelingt es den Amerikanern nicht, den Krieg für sich zu entscheiden. Die hohen Kosten und Verluste sowie die humanitäre Katastrophe, die der Krieg mit sich bringt, führen in den USA und weltweit dazu, dass sich eine breite Widerstandsbewegung gegen den Vietnamkrieg formt. Millionen gehen auf der ganzen Welt auf die Straße, um ein Ende des Krieges zu fordern. Letzten Endes mit Erfolg – die Supermacht USA ist gezwungen, den Rückzug anzutreten. Moderator und Auslandsexperte Andreas Pfeifer erläutert mittels packender Originalaufnahmen die Geschichte dieses ikonischen Konflikts. (Text: ORF) Original-Erstausstrahlung: Sa 07.03.2020 ORF III - Wuchteln, Schmäh, Politsatire (1): 1918-1945F9
Wuchteln, Schmäh, Politsatire (1): 1918-1945Eine ORF-III-Neuproduktion; die Geschichte des österreichischen Kabaretts, kommentiert von aktuellen Größen der Kabarettszene wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek. 1918 ist Österreich vom Ersten Weltkrieg gezeichnet. Das einstige Habsburgerreich ist auf „den Rest“ Österreich zusammengeschrumpft. Kabarett wird vor allem von Kriegsgewinnern besucht. Im Programm steht seichte Unterhaltung, Gesellschaftskritik ist nicht gefragt und bis 1926 sogar zensiert. Doch der österreichische Humor setzt sich bald durch. Politisch bissig ist zum Beispiel Karl Kraus; anfänglich selbst kriegsbegeistert, wird er bald zum Verfechter des Friedens. Seine Ablehnung der Kriegstreiberei verarbeitet er 1919 im satirischen Theaterstück „Die letzten Tage der Menschheit“. - Wuchteln, Schmäh, Politsatire (2): 1945-1961F10
Wuchteln, Schmäh, Politsatire (2): 1945-1961In der Neuproduktion wirft ORF III einen Blick zurück auf die Geschichte der österreichischen Kabaretts. 1945 ist der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Wien liegt in Trümmern, Österreich entsteht aber bereits unter der provisorischen Regierung Renner wieder aus der Asche der Bomben auf. Und wie sich die ersten Lebenszeichen eines freien Österreich unter der alliierten Besatzung zeigen regt sich auch die Kabarettszene – Simpl, Werkel, Literatur am Naschmarkt und Lieber Augustin öffnen wieder ihre Pforten. Auch die überlebenden Größen der österreichischen Kabarettszene kehren wieder nach Wien zurück. Hermann Leopoldi, Karl Farkas oder Gerhard Bronner kehren wieder heim und beginnen wieder aufzutreten. Der Umgang des Landes mit seiner eigenen Täterschaft im Nationalsozialismus ist fragwürdig. - Wuchteln, Schmäh, Politsatire (3): 1961-1978F11
Wuchteln, Schmäh, Politsatire (3): 1961-1978Eine ORF-III-Neuproduktion zur Geschichte des österreichischen Kabaretts. Kommentiert von prominenten Vertretern wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek. „Sehen Sie, es ist meine Überzeugung, wer etwas von Kabarett versteht, versteht auch etwas von Demokratie.“ sagt schon Gerhard Bronner Anfang der 1960er Jahre. Ab 1963 betreut er die Sendung „Zeitventil“. Durch das Fernsehen kommt das österreichische Kabarett langsam in das Wohnzimmer der Österreicherinnen und Österreicher. Ein Umstand, der den Kleinkunstbühnen zu schaffen macht. Es ist eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, aber auch der Probleme. - Putins Russland (1): Vom Spion zum PräsidentenF14
Putins Russland (1): Vom Spion zum PräsidentenVom Leningrader Hinterhof in den Moskauer Kreml: Die Reihe zeigt Wladimir Putins Aufstieg an die Macht und lässt Journalisten, Russland-Experten und Wegbegleiter zu Wort kommen. Putins Karriere beginnt als Offizier des KGB (Komitee für Staatssicherheit). In Moskau wird er später Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB und enger Vertrauter von Boris Jelzin, der ihn zu seinem Nachfolger ernennt. Das russische Volk wünscht sich als Präsident eine Art James Bond. Wladimir Putin kommt mit seiner Agentenkarriere diesem Ideal recht nahe. Mit Unterstützung vom scheidenden Präsidenten Boris Jelzin wird der bis dahin unbekannte Putin zum ersten Mann im Staat gewählt. - Putins Russland (2): Gegner im VisirF15
Putins Russland (2): Gegner im VisirWer ist Putin? Diese Frage stellt sich ganz Russland. Medien und PR-Berater formen den Unbekannten zu dem Mann, den man heute kennt – und der seine Macht mit allen Mitteln demonstriert. 2006 sorgt die spektakuläre Ermordung des russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko für Schlagzeilen. Der Kreml-Kritiker wird mit radioaktivem Polonium vergiftet. Putins Regierung will von nichts gewusst haben. Doch Litwinenko ist nur eines der vielen Opfer. - Putins Russland (3): Der ewige PräsidentF16
Putins Russland (3): Der ewige PräsidentNach vierjähriger Zwangspause kehrt Wladimir Putin 2012 trotz heftigen Widerstands in das Präsidentenamt zurück. Erneut werden Korruptionsvorwürfe laut. Hat das System Putin eine Zukunft? Es ist ein wahrhaft „giftiges“ System, das sich von Werten wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abwendet. Wer die Regierung verunglimpft, lebt gefährlich. So auch der Politiker Boris Nemzow, der auf einer Brücke in Sichtweite des Kremls erschossen wird. - Österreich in Farbe – Die Besatzungszeit
F28Österreich in Farbe – Die BesatzungszeitIm Gedächtnis ganzer Generationen ist das Kriegsende, die Besatzungszeit, das Jahr des Staatsvertrags überliefert und festgehalten in klassischem Schwarz-Weiß. Aber auch wenn es nach dem 2. Weltkrieg noch teuer und selten war, in Farbe zu filmen, unmöglich war es nicht. Professionelle Kameramänner griffen zwar nur in Ausnahmefällen zum Farbfilmmaterial – etwa für Spielfilme oder aufwendige Propagandafilme. Amateure waren von den bunten Laufbildern fasziniert – von der Möglichkeit, die Höhepunkte des eigenen Schicksals für alle Zeiten lebensecht in Farbe zu dokumentieren. Und dafür waren auch in der schweren Nachkriegszeit einige wenige schon bereit, das nötige Geld auf den Tisch zu legen. Robert Gokl hat gemeinsam mit einem Team des Historischen Archivs des ORF in ganz Österreich und in den Archiven der ehemaligen Besatzungsmächte sensationelle Farbfilmdokumente aus dieser Zeit entdeckt und erzählt die spannungsreiche Geschichte unseres Landes.