
ZDF ZoomStaffel 2018
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- Die Todesliste des NSU – Deutschland im Visier rechter TerroristenF21
Die Todesliste des NSU – Deutschland im Visier rechter TerroristenEs geht um eine geheimnisvolle Liste. Auf ihr stehen die Namen von mehr als 10 000 Personen. Experten sind überzeugt: Der NSU plante weitaus mehr Attentate und muss Helfer gehabt haben. Im Brandschutt der Wohnung von Beate Zschäpe fand die Polizei eine umfangreiche Adresssammlung, die später unter dem Namen „10 000er Liste“ oder „Todesliste des NSU“ in den Ermittlungsakten erwähnt wird. Seit fünf Jahren läuft mittlerweile der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte in München. Doch bis heute ist völlig ungeklärt, was es mit dieser Liste auf sich hat. Und vor allen Dingen ist eine Frage bis heute nicht beantwortet: Wer hat diese umfangreiche Liste erstellt? Anwälte der Opfer und auch Politiker aus dem Untersuchungsausschuss bezweifeln, dass diese Liste allein von den verstorbenen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos geschrieben wurde. Vielmehr glauben sie, dass die NSU eine Vielzahl von Helfern gehabt haben muss. Opferanwalt Yavus Narin geht mit den Ermittlungsbehörden hart ins Gericht: „Wir wissen weder wie groß der NSU war, noch wissen wir, wer den NSU unterstützt hat. Und viele Fragen hätten die Behörden durch anständige kriminalistische Arbeit und durch weniger Borniertheit lösen und erklären können.“ Auch Opferanwalt Sebastian Scharmer erhebt Vorwürfe: „Wir wissen von keinen gezielten Vernehmungen, von keinen gezielten Ermittlungen, die das Netzwerk NSU hätten erhellen sollen.“ Nach Ansicht vieler Experten ist der NSU-Komplex noch lange nicht ausermittelt. - Trump und Putin – Komplott gegen Amerika?F27
Trump und Putin – Komplott gegen Amerika?Seit mehr als einem Jahr untersucht US-Sonderermittler Robert Muller, ob es geheime Absprachen zwischen Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland gegeben hat. Der US-Präsident bezeichnet die Ermittlungen als Hexenjagd und Fake News. „ZDFzoom“ ist auf Spurensuche. Wurden die US-Präsidentschaftswahlen zugunsten Trumps beeinflusst? Das Ergebnis: Es wird schwer für den Präsidenten, seinen Vorwurf aufrechtzuerhalten. - Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche BauprojekteF37
Teuer und verplant – Kostenfalle staatliche BauprojekteWenn der Staat baut, wird es oft teuer. Dramatische Kostenexplosionen scheinen normal. Die bekanntesten Problembaustellen: Stuttgart 21, die Elbphilharmonie und der Berliner Flughafen BER. „ZDFzoom“ geht auf Spurensuche, will wissen: Wo werden in der Bundesrepublik Steuergelder in staatlichen Großbaustellen verbuddelt – und vor allem warum? Hat dieser Wahnsinn ein System, und wer sind neben den Steuerzahlern die Leidtragenden dieser Entwicklung? Eine wissenschaftliche Studie der Hertie School of Governance ergab: Bei 119 seit 1960 fertiggestellten staatlichen deutschen Großprojekten wurden die Kosten durchschnittlich um 73 Prozent überschritten. Bei den ganz teuren Vorhaben, mit Gesamtetats höher als 500 Millionen Euro, gab es im Schnitt sogar eine Kostenverdoppelung. Auch die Rechnungshöfe des Bundes und der Länder haben das Problem erkannt. In einem gemeinsamen Bericht verlangen sie von der öffentlichen Hand die Einhaltung von Recht und Gesetz und fordern, dass man sich bei der Kostenermittlung nicht von politischen Erwägungen beeinflussen lassen solle. Doch genau das ist allzu oft der Fall. Die Projekte werden dann nur vage geplant und unrealistisch billig gerechnet, um sie den Parlamenten zu verkaufen. Der Wettbewerb um die Auftragsvergabe, die sogenannte Ausschreibung, wird dann oft so gestaltet, dass die Kostenschwindelei am Anfang des Projektes möglichst nicht auffällt. Der billigste Bauunternehmer bekommt in der Regel den Zuschlag. Mit deutschen Sozialleistungen und dem Tariflohn des Baugewerbes ist in der Regel eine öffentliche Ausschreibung aber nicht zu gewinnen, weil die Kosten viel zu hoch wären. Somit haben regulär kalkulierende einheimische Bauunternehmer regelmäßig kaum eine Chance auf einen öffentlichen Auftrag. Die Folge: Zweifelhafte Firmen mit ganzen Heerscharen osteuropäischer Billigarbeiter gewinnen in der Regel die Ausschreibungen. Die Arbeiter, viele aus Bulgarien oder Rumänien, schuften oft unter Mindestlohnbedingunge