
Zapping international • Staffel 1 ansehen bei
64 Folgen
- Fernsehen in AustralienF16
Fernsehen in Australien"Zapping International" besucht den fünften Kontinent: In Australien gibt es fünf terrestrische Programme: Seven, Nine und Ten sind die drei kommerziellen Privatsender, die einen Großteil der Zuschauer mit Serien amerikanischer Machart, Reality-Fernsehen und Unterhaltungssendungen an sich binden. ABC, der öffentlich rechtliche Sender neben SBS, kann das britische Vorbild BBC nicht verleugnen, folgt jedoch zunehmend den Vorgaben der publikumsträchtigen Privatprogramme. So gibt es auf ABC Fernseh-Exkurse in die australische Geschichte: Die Sendung "Outback House" - ein Living-History-Format, das auf einer Farm im australischen Hinterland spielt - erzielt große Erfolge bei den Zuschauern, aber auch bei den gecasteten Teilnehmern. Sie leben wie im 19. Jahrhundert, das heißt drei Monate lang unter härtesten Bedingungen. Dazu gehört beispielsweise auch, dass eine ganze Schafherde wie zu jener Zeit bewirtschaftet werden muss. Der ebenfalls öffentlich-rechtliche Sender SBS sieht sich dagegen als multikultureller Sender und strahlt jeden morgen lang fünf Stunden ausländische Nachrichten aus aller Welt in Originalversion aus. SBS möchte die Einwanderer ansprechen, denn ein Viertel der Australier ist im Ausland geboren, doppelt so viele wie in den USA. "Zapping International" beleuchtet außerdem den Hang der Australier zur Selbstironie, der in zahlreichen Comedy-Formaten und Fernsehsatiren zum Ausdruck kommt, so zum Beispiel in der Fernsehserie "Kath & Kim". Die erfolgreiche Soap karikiert die Spießbürger aus den australischen Vororten und macht sich über das Alltagsleben der Mittelschicht lustig. Darüber hinaus widmet sich "Zapping International" einem unumgänglichen Thema in Australien: dem Sport. Zappt man sich in Australien durch die Sender, sieht man manchmal nichts anderes. Ganz besonders stolz sind die Australier auf ihren australischen Fußball, den Aussie Roots - er erscheint wie eine chaotische Mischung aus Fußball und Rugbee. Auch in der "Footy S - Das Fernsehen in ÄgyptenF22
Das Fernsehen in ÄgyptenSeit seiner Gründung im Jahr 1960 verbreitet das ägyptische Fernsehen ägyptische Kultur in der ganzen arabischen Welt. TV-Serien und Musicals vom Nil werden in alle arabischen Länder exportiert. Die für die Fernsehmacher wichtigste Zeit des Jahres ist zweifellos der Fastenmonat Ramadan. Bei Sonnenuntergang, wenn das Fastengebot aufgehoben wird, versammeln sich allabendlich Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm und schauen sich die speziell für diesen Anlass produzierten Serien an. Jahr für Jahr wetteifern die Sender darum, das heimische Publikum - und dank Satellitenübertragung auch möglichst viele Zuschauer in der restlichen arabischen Welt - an die Fernsehgeräte zu fesseln. Während des Ramadan 2005 stehen dem Publikum unter anderem zwei Serien zur Auswahl: Die Spionageserie "El Amil 1001" ("Agent 1001") und für Comedy-Liebhaber "Taamiya bel Kaviar" ("Bohnensuppe mit Kaviar"). Den Kindern wird selbstverständlich auch etwas geboten. Für sie gibt es, wie in jedem Jahr, islamische Heldengeschichten als Puppenspiel.... Ägyptens Fernsehen wird weitgehend vom Staat kontrolliert. Dies zwingt die Fernsehmacher zu ständigen Kompromissen mit der Zensur. Die kleinste Kleinigkeit, die das Missfallen der Zensoren erregt, kann dazu führen, dass auch eine noch so populäre Sendung von heute auf morgen abgesetzt wird. Einige Starmoderatoren versuchen dennoch, sich mit viel Einfallsreichtum Freiräume zu schaffen. So zum Beispiel Halla Sarhane. Sie gilt mit ihrer Kinosendung als die Oprah Winfrey vom Nil. Oder Inja Ali mit seinem Musikmagazin und auch Amar Khaffagua beim Privatsender Dream, der unbequemste unter den ägyptischen Fernsehjournalisten.

