

NZZ Format
Staffel 2017
TV-G
This Swiss TV-series is a vital source of quality on-screen journalism with its collection of reports and documentaries about political sociology, economy and science, as well as the cultural, social, and technical challenges of society.
NZZ Format • Staffel 2017 ansehen bei
34 Folgen
- Der Nebel des Vergessens - Leben mit DemenzF1
Der Nebel des Vergessens - Leben mit Demenz „Ich habe Alzheimer“. Mit dieser Botschaft gehen immer mehr Betroffene in die Offensive. Anstatt zu versuchen, die Symptome mühselig zu vertuschen, bringt das Bekenntnis zur Krankheit Verständnis und Lebensqualität. Wie lebt es sich allein mit der Demenz? Wie ist es für den gesunden Partner, dem geliebten Menschen beim langsamen Verschwinden zuzusehen? Die Diagnosen sind immer treffsicherer, aber die Forschung sucht fiebrig nach Ursachen und Heilung. Derweil versprechen mitmenschliche Angebote Erleichterung. Alzheimer-Patienten blühen auf beim Tanzen, beim Schreiben, bei stimmiger Pflege und vor allem dank einem verständnisvollen Umfeld. Ein NZZ Format über das Leben mit dem Vergessen. - Vitamine - das Märchen vom MangelF2
Vitamine - das Märchen vom MangelIn kaum einer anderen Ernährungsfrage klaffen Forschungsergebnisse und Verhalten der Bevölkerung so weit auseinander wie beim Thema Vitamine. Vitaminpräparate sind seit Jahren ein internationales Milliardengeschäft, weil die Mär vom Mangel erfolgreich erzählt wird. Doch welche Vitamine brauchen wir wirklich? Steckt nicht alles Notwendige in einer gesunden Ernährung? Mittlerweile setzen immer mehr Nahrungsmittelhersteller auf sogenanntes Functional Food, mit Vitaminen angereicherte Lebensmittel. Doch das kann zu einer Überdosierung bis hin zur Erhöhung der Sterblichkeit führen, warnen Wissenschafter. Ein NZZ Format über das fragwürdige Geschäft mit Vitaminpräparaten. - Operation souveräne Grenzen - Australiens harte AsylpolitikF3
Operation souveräne Grenzen - Australiens harte AsylpolitikAustraliens Migrationspolitik gilt als eine der härtesten weltweit. Wer ohne Visa versucht, über das Meer auf den 5. Kontinent zu gelangen, wird entweder von Marineschiffen zur Umkehr gezwungen oder auf abgelegenen Inseln interniert. Die Zahl der Bootsflüchtlinge ist seither gegen null gesunken. Jedoch nimmt Australien offiziell jedes Jahr etwa 14.000 Flüchtlinge auf und integriert sie in einem international als vorbildlich geltenden Verfahren. Und Australiens Bevölkerung wächst vor allem dank der jährlichen Einwanderung von rund 200.000 Menschen überdurchschnittlich. Dienen die strengen Auswahlverfahren auch anderen Ländern als Vorbild? Bringt die rigorose Steuerung der Zuwanderung nur Vorteile? Ein NZZ Format über Australiens Umgang mit der Zuwanderung. - Wer bin ich? Wie wir werden was wir sindF4
Wer bin ich? Wie wir werden was wir sindDie Ich-AG, das Selfie, die Selbstverwirklichung. Unsere Gesellschaft ist geprägt von Egozentrik. Doch wir sind vielleicht nicht wirklich so individuell wie wir glauben. Haben wir überhaupt die Wahl zu sein, wie wir sein wollen oder sind wir bloss Marionetten unserer Gene? Physisch praktisch identische Zwillinge haben mitunter völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, doch was macht den Unterschied? Das Böse steckt in jedem von uns, sagt Thomas Elbert von der Universität Konstanz. Der Neuropsychologe untersucht, was Menschen zu Verbrechern werden lässt. Seine Identität verleugnet hat Andreas Reimann. Er hat lange mit einer Frau zusammengelebt, heute ist er mit einem Mann verheiratet. Ein NZZ Format über die Suche nach dem Ich und die Schwierigkeiten der Identitätsfindung. - Rausch der Lüfte - der Traum vom FliegenF5
Rausch der Lüfte - der Traum vom FliegenDer Traum vom Fliegen gehört zum Menschen, seit er auf zwei Beinen geht. Bis heute tüfteln Bastler und Ingenieure an Geräten, die sie dem Traum näher bringen. Seien es „Drehflügler“, die den Piloten ähnlich wie ein Helikopter in die Luft schrauben oder Gleitschirme und Wingsuits mit denen Waghalsige lautlos wie Vögel durch die Luft schweben. Seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat ein Buschpilot in Südafrika. Er kitzelt das Letzte aus seinem Flugzeug heraus, um auf dem kleinsten Flecken Boden sicher zu landen. Majestätische Luftschiffe erleben gut 100 Jahre nach ihrer Erfindung durch Graf Zeppelin ein Comeback. Dass man nur mit Sonnenenergie einmal die Welt umfliegen kann, hat das Projekt Solarimpuls 2016 gezeigt. Ein NZZ Format über den Traum vom Fliegen. - Diagnose Querschnittlähmung: Der Traum vom aufrechten GangF6
Diagnose Querschnittlähmung: Der Traum vom aufrechten GangDer Rollstuhl ist seit Jahren ständiger Begleiter des jungen Schweizers Stephan Gmür. Der 32-Jährige hat sich beim Absturz mit einem Speedflying-Schirm den Rücken gebrochen und ist seither querschnittgelähmt. Doch seine Sucht nach dem Adrenalinkick ist ungebrochen. Gmür bereitet sich derzeit auf die Qualifikation für den paraolympischen Skiweltcup vor. Der grosse Traum der meisten Paraplegiker ist es, wieder selbstständig gehen zu können. Forschung und Technik arbeiten auf Hochtouren an Hilfsmitteln und Therapien. So helfen Exoskelette beim aufrechten Gang und elektrische Stimulierung des Rückenmarks soll die Nerven wieder wachsen lassen. Ein NZZ Format über die faszinierende Wissenschaft im Kampf gegen Querschnittlähmung. - Social Egg Freezing - Mutterschaft auf EisF7
Social Egg Freezing - Mutterschaft auf EisDas erste Kind mit über 40? Was früher die Ausnahme war, wird immer mehr zur Regel. Doch späte Mütter bedeuten fast immer erhöhtes Risiko, weil ältere Eizellen weniger fruchtbar sind und ein erhöhtes Risiko für Missbildungen bergen. Die Medizin hat mit dem “Social Egg Freezing” einen Weg gefunden, die Gefahren einer späten Mutterschaft zu reduzieren. Der noch jungen Frau werden Eizellen entnommen und eingefroren. Eingesetzt werden sie später, etwa wenn der richtige Partner gefunden oder die Karriereleiter entsprechend erklommen worden ist. Doch bringt diese Methode wirklich die ersehnte Freiheit für die Frau? Birgt sie nicht auch die Gefahr von Missbrauch im Namen von Wirtschaft und Wissenschaft? Und soll das menschliche Leben von A bis Z planbar sein? Ein NZZ Format über die Mutterschaft auf Eis. - Lust oder Last - Erbe verpflichtetF8
Lust oder Last - Erbe verpflichtetNoch nie wurde so viel vererbt wie in der gegenwärtigen Zeit: In der Schweiz und Deutschland beispielsweise, aber auch in anderen europäischen Staaten gibt es eine regelrechte Erbenwelle. Doch ein grosses Erbe ist nicht immer ein grosses Geschenk, sondern kann mitunter auch zur Bürde werden. Denn Erben bedeutet meist auch Verantwortung: Für Immobilien, für Arbeitsplätze, für Menschen. NZZ Format porträtiert drei Erbfälle, in denen das Erbe zur Verpflichtung wird: Ein Unternehmer vermacht seine Firma der Tochter, die Übergabe ist gezeichnet von Konflikten. Der Schlossherr von Reichenau kämpft mit seiner Familie gegen den Verfall des Schlosses und eine reiche Schweizerin vermacht einen Gutteil ihres Vermögens Natur- und Tierschutzorganisationen. Wie Erben unsere Gesellschaft verändert, ein NZZ Format über goldene Löffel, falsche Vorstellungen und die Bürde des Geldes. - Das Geheimnis der italienischen KücheF9
Das Geheimnis der italienischen KücheEin Risotto mit Seeigel am Golf von Neapel, leichte Meeresküche in Ligurien, geschmortes Kaninchen im Piemont und frische Pasta in der Emilia Romagna. Das Grossartige an der italienischen Küche sind die regionale Vielfalt, das reiche kulinarische Erbe und die passionierten Köche, die die traditionellen Rezepte immer wieder mit neuen Ideen auffrischen. In Italien kann man in den entlegensten Winkeln ausgezeichnet essen, aber die italienische Küche ausserhalb des Landes hat oft noch das Image von Pizza und Spaghetti Pomodoro. Ganz anders Alberico Penati in Paris: Sein italienisches Restaurant verbindet die traditionelle Küche von Sizilien bis Venedig mit innovativen Kreationen. Eine Erfolgsstory in der Hochburg der französischen Küche. - Brot: Wie ein Laib um sein Image kämpft!F33
Brot: Wie ein Laib um sein Image kämpft!Brot als Nahrungsmittel gerät zunehmend unter Druck. Ob Reizdarm, Glutensensitivität oder als Diätmassnahme, es gibt immer mehr Gründe, Brot vom Speiseplan zu streichen. Doch was ist dran an den gesundheitlichen Bedenken? Schadet Brot, respektive Weizen tatsächlich unserem Darm. Oder ist in vielen Fällen schlicht die industrielle Herstellung von Brot mit schuld an seinem immer schlechter werdenden Image? Tradition und Erfahrung aus rund 6.000 Jahren Bäckerhandwerk werden jetzt wieder wiederentdeckt, von Menschen, die ihr Brot selber backen und von Grossbäckern, die ihr Image verbessern wollen. Ein NZZ Format über unser täglich Brot zwischen Handwerk und Industrie, Tradition und Moderne.