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4 Folgen
- Geschichten von Leben und Tod
F1Geschichten von Leben und TodDie Dokumentation begibt sich auf Spurensuche an den Orten, an denen in der Vergangenheit medizinhistorisch Unvergleichliches geschah, und führt in Rudolf Virchows einmalige Sammlung anatomisch-pathologischer Präparate und ins unscheinbare Arbeitszimmer im Reichsgesundheitsamt gegenüber der Charité. - Medizin unterm Hakenkreuz
F2Medizin unterm HakenkreuzDie Charité ist Anfang 1933 ein Leitbild für Ärzte aus ganz Europa, ein Mekka für Patienten aus aller Welt. Als die Nazis die Macht übernehmen, ruft der weltberühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch die jungen Mediziner auf, "das notwendig Neue zu vollbringen". Die national-konservative Gesinnung war Grundkonsens in der Ärzteschaft. Wie die meisten Ärzte der Charité begrüßt er das neue Regime. Nur zwölf Jahre später operiert er Tag und Nacht Kriegsverletzte im engen Bunker unter seiner Klinik, während über ihm, in den Trümmern der Charité, der Häuserkampf tobt. Doch in diesen zwölf Jahren ist Ungeheuerliches geschehen: Ärzte, die aus Beruf und Berufung angetreten waren, Leben zu retten, wurden Vordenker und Ausführende der NS-Rassengesetze; Mittäter und Wegebereiter einer verbrecherischen Medizin. Der Film begibt sich mit seltenen Archivaufnahmen, historischen Fotos, Experteninterviews und Zitaten auf Spurensuche an die Schauplätze der dramatischen Ereignisse. - Ein Krankenhaus im Kalten Krieg
F3Ein Krankenhaus im Kalten KriegDie Charité war nach dem Ende des Krieges zunächst ein Ort der bürgerlichen Eliten. Medizinische Koryphäen, die eine kurze Phase der Entnazifizierung überstanden haben, bleiben oft in ihren alten Positionen. Diese Kontinuität beherrscht das Klima im Vorzeigekrankenhaus der noch jungen DDR. Der Außenzaun der Krankenstadt in der Mitte Berlins wird im August 1961 mit Stacheldraht abgeriegelt und von Grenztruppen bewacht. Alle Fenster der Kliniken in Richtung Westen werden eilig mit Pappen abgedichtet und später zugemauert. Viele Ärzte und Schwestern der Charité waren Westberliner. Jetzt gibt es strikte Anweisungen: Umzug in die DDR oder Kündigung. Der Film erzählt die Geschichte der Charité von der Stalinära über den Mauerbau und die Jahre der "Koexistenz" bis zum Countdown der DDR in der Honecker Ära. Ingeborg Rapoport gab 2016 im Alter von 104 Jahren für den Film ein letztes, großes Interview und sprach glasklar und leidenschaftlich über die Jahre an der Charité.



